§ 20

Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen

Sofern Sie nicht gesetzlich versichert sind oder Ihre Krankenkasse die nötige Unterstützung nicht oder nicht im ausreichenden Maße bewilligt, können Sie beim für Sie zuständigen Jugendamt einen Antrag auf „Hilfe zur Erziehung“ stellen. Die Mitarbeiter entscheiden mit ihnen gemeinsam über Ihren Hilfebedarf und die passende Hilfeform.

„(1) Fällt der Elternteil, der die überwiegende Betreuung des Kindes übernommen hat, für die Wahrnehmung dieser Aufgabe aus gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründen aus, so soll der andere Elternteil bei der Betreuung und Versorgung des im Haushalt lebenden Kindes unterstützt werden, wenn

  1. er wegen berufsbedingter Abwesenheit nicht in der Lage ist, die Aufgabe wahrzunehmen,
  2. die Hilfe erforderlich ist, um das Wohl des Kindes zu gewährleisten,
  3. Angebote der Förderung des Kindes in Tageseinrichtungen oder in Kindertagespflege nicht ausreichen.

(2) Fällt ein allein erziehender Elternteil oder fallen beide Elternteile aus gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründen aus, so soll unter der Voraussetzung des Absatzes 1 Nr. 3 das Kind im elterlichen Haushalt versorgt und betreut werden, wenn und solange es für sein Wohl erforderlich ist.

Die Mitarbeiter der Jugendämter beraten Sie auch gerne über weitere Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen des KJHG.


§ 27

HaushaltsOrganisationsTraining kurz HOT®

Das HaushaltsOrganisationsTraining der Familienpflege ist ein Hilfsmodul in der Angebotspalette öffentlicher Jugendhilfeleistungen. Es kann sowohl ergänzend zu anderen Hilfen, wie auch als eigenständiges, individuelles Hilfsangebot durchgeführt werden.

Unsere Hilfskräfte die diese Leistung anbieten, wurden in einer mehrjährigen Weiterbildung zur HOT Trainerin für dieses Hilfsangebot qualifiziert.